Mittwoch, 19. August 2015

[Rezension] Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

Inhalt:
Nunja, der Inhalt ist vom Titel her ziemlich selbsterklärend finde ich. Es geht um die Figur Käpt'n Blaubär die einige von euch vielleicht noch aus ihrer Kindheit kennen. In diesem Buch beschreibt er für uns seine ersten 13 1/2 Leben und erzählt, was er dabei so erlebt hat. Und wie ihr euch vielleicht erinnert, würde Käpt'n Blaubär ja niemals lügen, also muss es wahr sein ;)
Er lebt in Zamonien, einem Kontinent voller unglaublicher Wunder, Daseinsformen und Begebenheiten, die wir uns gar nicht vorstellen können. Sein erstes Leben beginnt damit, dass er als winzig kleiner Blaubär in einer Nussschale über den Ozean treibt und plötzlich ein unglaublich lautes tosen hört. Wie er dorthin gekommen ist weiß er nicht, wo er her kommt auch nicht. Dort treibt er unablässig auf dein Malstrom zu, einen riesigen Strudel im Meer, der ihn zu verschlingen droht. Zum Glück wird er aber in letzter Minute von den Zwergpiraten gerettet. Diese sind so klein, dass die meisten Bewohner Zamoniens sie niemals sehen, aber Blaubär war damals ja selbst noch so winzig, deshalb nahmen sie ihn auf.... So beginnt sein erstes Leben. Als dieses endet, stolpert er gleich in das nächste, ein weiteres Abenteuer, gefolgt vom nächsten und übernächsten.
Mit Blaubär wird es nie langweilig, er erlebt unglaublich viele Abenteuer kreuz und quer durch Zamonien. Dabei lernt man die Landschaft, die Wesen die dort leben, ihre Lebensweise und weitere Wunder und Unglaubliches über den Kontinent besser kennen.
Im Verlauf der 13 1/2 Leben trifft er mal richtige und mal richtig schlechte Entscheidungen, mal ist er am Boden, mal ganz oben und wir dürfen alles miterleben.

Meine Meinung:
"Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" ist das erste Buch aus Walter Moers Zamonien Reihe. Hier wird alles mögliche über den Kontinent besucht und erzählt. Ich habe dieses Buch zwar nicht als erstes aus Zamonien gelesen, aber ich glaube gerade deshalb hat es mir so gut gefallen. Zuvor habe ich bereits "Die Stadt der Träumenden Bücher" und "Das Labyrinth der Träumenden Bücher" gelesen, beide spielen in Buchhaim, Zamonien! Und als ich jetzt "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" gelesen habe, kamen immer wieder alte bekannte vor. Oft Figuren oder auch nur Orte, Dinge, Begebenheiten die in den anderen beiden Büchern erwähnt wurden und jetzt näher erklärt wurden. Ich fands klasse dieses ganze Hintergrundwissen über Zamonien zu bekommen.

Was das lesen angeht, ich habe jetzt ganz schön lange an diesem Buch gelesen und das nicht nur wegen der Uni, darauf werd ich das gar nicht erst schieben ;) Sondern eher, weil die 13 1/2 Leben, obwohl sie zusammen hängen und die Übergänge immer unglaublich spannend waren und man nie erwarten konnte zu sehen was das nächste Leben bereit hält, dennoch eher wie 13 1/2 kurzgeschichten waren. Ca in der Hälfte des Buches, nach dem 9 Leben, musste ich eine kleine Pause einlegen. Es passiert ganz schön viel und ich konnte die 13 1/2 Geschichten einfach nicht am Stück lesen. Nach dieser Pause konnte ich dann natürlich nicht mehr verstehen warum ich jemals aufgehört habe zu lesen weil Leben 10 Super war und ich glaube leben 11 war sogar eins meiner liebsten. Aber naja... das war auch das einzig Negative an dem gesamten Buch.

Walter Moers Schreibstil ist, wie ich schon des öfteren erwähnt habe, meiner Meinung nach unglaulich schön. Er schafft es, dass man sich in diese fremde Welt richtig hineinversetzen kann und mitfiebert weil man wissen will, was als nächstes passiert. Man spürt seine Liebe zu Worten und Literatur und er hat eine unglaubliche Fantasie, was er immer wieder gerne beweist indem er neue Lebewesen, Orte und Wörter schafft. Es ist lustig und bewundernswert zugleich.
Ich muss zwar sagen, dass mir sein Schreibstil in "Die Stadt/Das Labyrinth der Träumenden Bücher" noch besser gefallen hat, aber das kann auch daran liegen, dass ich Käpt'n Blaubär zwar echt super fand aber Hildegunst von Mythenmetz (die Hauptfigur in den anderen beiden Romanen) mein absoluter Favorit ist und ich mich noch einmal besser in Hildegunst hineinversetzen konnte als in Blaubär. :)

Alles in allem ein sehr gelungender Roman und ein unglaubliches Erlebnis :)
Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Punkten und ich kanns kaum erwarten, dass "Das Schloss der Träumenden Bücher", das Finale der Buchhaim Trilogie, im Oktober erscheint!

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