Donnerstag, 28. Juni 2012

Reise zum Mittelpunkt der Erde

 Inhalt:
Der deutsche Professor Lidenbrock, findet in einem Buch ein altes Schriftstück, welches in Ruhnen geschrieben ist. Nachdem er dieses übersetzt hat, bleiben ihm nur unlesbare Buchstaben, die wirr durcheinander stehen. Mit Hilfe seines Neffen Axel, entschlüsselt er jedoch das Rätsel. Herauskommt ein Satz, der ihm sagt, er solle hinab in den Krater des Sneffels Jökull steigen um zum Mittelpunkt der Erde zu gelangen.
Direkt macht er sich auf den Weg nach Dänemark und von dort aus nach Island, wo sich besagter Vulkan (Sneffels = Vulkan) befindet. Er sucht sich einen isländischen Führer und die Reise kann los gehen. Mit dabei ist auch sein Neffe, obwohl dieser von der ganzen Reise wenig hält und nicht denkt, dass ihnen der Abstieg zum Mittelpunkt der Erde gelingen kann. Dennoch möchte sein Onkel sich nicht von seinem Vorhaben abbringen lassen und so steigen sie hinab in den Vulkan und immer tiefer in die Erde.
Dabei stellen sich ihnen einige Probleme und Gefahren in den Weg. So zum Beispiel der drastische Wassermangel...

Schreibstil und Figuren:
Die Figuren mochte ich sehr. Hauptsächlich spielen 3 verschiedene Männer mit. Die Geschichte wird aus Axels Sicht erzählt. Er ist stets ein wenig nervös, glaubt nicht (ab und zu mal aber eher selten) an den Erfolg ihrer Reise, lässt sich schnell aus der Ruhe bringen, würde gerne schon bevor die Reise los geht aufgeben aber, kann sich auch motivieren lassen, wenn sein Onkel es richtig anstellt.
Ihr Führer Hans ist ein stiller Typ. Er tut seinen Dienst, alles um den beiden Reisenden zu helfen und beschwert sich nie, ist swieso sehr einsilbig. Allerdings sind beide froh, ihn dabei zu haben.
Professor Lidenbrock, ist etwas ganz besonderes. Er ist besonders starrsinnig. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann muss das auch geschenen. So zum Beispiel das Vorhaben, das Dokument zu entschlüsseln, danach die Reise nach Island, das hinabsteigen in den Vulkan und danach sein Wunsch, dass es immer weiter senkrecht nach unten gehen sollte, anstatt dass sie sich in der Vertikale halten. Wenn etwas mal nicht so läuft, wie er es will, kann er sehr ungehalten und trotzig reagieren, lässt sich jedoch nicht von seinem Willen abbringen! Diese seite an ihm ist 'Der Professor'. Dann gibt es noch eine andere. Axel nennt sie 'Der Onkel' in ihm. Sobald Axel etwas geschieht oder ihm zu große Gefahr droht, wechselt die Stimmung Lidenbrocks sofort und er ist ein liebender Onkel. Lange hält diese Seite hingegen nie die Oberhand.

Schon allein wegen dieser drei unterschiedlichen Charaktere die hier zusammen wirken, ist das Buch unglaublich gut! Jules Verne's Schreibstil, hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn es einem am Anfang noch schwer fällt, direkt flüssig zu lesen, weil der Text ab und an gespickt ist mit Fachbegriffen jeder Art (von Geologie über Physik, Geschichte, Wissenschaft...) so liest man sich doch schnell rein.
---> Hier kann ich jeder zu der oben gezeigten ausgabe des dtv-Verlags raten. Diese habe ich gelesen und sie beinhaltet einen vollständigen Anhang, in dem einem alle unverständlichen Begriffe weitreichend erklärt werden. Das fand ich wirklich gut! Besonders wenn sie im Erdinneren auf Skelette von Urzeittieren stoßen, wird das interessant. Außerdem gibt es Zeichnungen zu diesen Tieren aus einem bekannten Französischen Buch dessen Titel ich vergesesn habe ... Irgendwas wie 'La terre devant la deluge' oder so ähnlich :D

Wow so viel zu Charaktere und Schreibstil.
Kurz: Beides einfach super!!!

Meine Meinung:
Das Buch "Reise zum Mittelpunkt der Erde" von Jules Verne ist ein Klassiker, den man wirklich gelesen haben sollte. Viele von euch kennen vielleicht grob die Geschichte. So gings mir auch bevor ich das Buch gelesen habe, aber das ist gar nichts gegen all das was im Buch passiert und wovon man vorher so gar keine Ahnung hatte.
Es ist sehr schön geschrieben. Man merkt, dass sich Jules Verne vermutlich viele Gedanken gemacht hat und sich selbst mit dem Thema beschäftigt hat!
Die Geschichte selbst lässt einen kaum zu Atem kommen. Wenn doch, dann handelt es sich um Textpassagen in denen die Figuren einfach ihren Weg durchs Erdinnere fortsetzen aber da muss man sich dann drauf einlassen. Selbst an diesen Stellen habe ich mir ständig Gedanken gemacht:
"Gehen sie wirklich immer tiefer in die Erde?" "Was erwartet die drei wohl am Ende des Tunnels?" "Wie lange wird das Wasser noch halten?" oder "Wie kommen sie wohl wieder nach oben, wenn sie das Ende der Reise erreicht haben? Kommen alle mit?". Besonders letzteres hat mich sehr interessiert, da es dem Professor Lidenbrock anscheinend nicht an einer Heimreise gelegen war :D

Alles in allem: Super Buch, Spannende Story, Toller Schreibstil und somit wirklich sehr sehr empfehlenswert!! :) 5 von 5 Kleeblättern und ganz sicher nicht mein letztes Buch von Jules Verne <3

1 Kommentar:

  1. Ja das Buch zähle ich auch ganz eindeutig zu den Klassikern die man gelesen haben muss...ich hab es bisher noch nicht gelesen, mir das aber ganz stark vorgenommen.

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