Dienstag, 22. April 2014

[Rezension] Das Huhn das vom Fliegen träumte

Inhalt:
Das Legehuhn Sprotte verbringt ihr Leben eingesperrt im Hühnerstall. Doch immer wenn sich die Tür öffnet sieht sie den Hof auf dem der Hahn, die Henne, die Enten und andere Hoftiere leben. Sprotte wünscht sich mehr denn alles andere im Hof bei den anderen Tieren leben zu können. Als sie krank wird und der Bauer sie zum "keulen" bringen will, kann sie mit der Hilfe des Erpel Streuner entkommen. Doch die Hoftiere wollen sie nicht bei sich leben lassen und so zieht Sprotte wahllos über die Felder um essen zu finden. Dabei findet sie ein Ei. Sie selbst kann keine Eier mehr legen und einer ihrer größten Träume ist es, ein Ei ausbrüten zu können. Deshalb beschließt sie sich um dieses scheinbar herrenlose Ei zu kümmern, dabei hilft ihr ihr Freund der Erpel Streuner! Und für Sprotte beginnt ein aufregendes Leben in den Feldern fernab des Hofes!

Meine Meinung:
Wenn man das Buch liest sollte man sich immer im Hinterkopf behalten, es ist eine Fabel und kein Roman. Denn die Geschichte um die Legehenne Sprotte ist zwar interessant, spannend und voller Gefühle. Sie bringt einen zum Nachdenken, macht glücklich und traurig. Aber sie ist eben kein Actiongeladener Roman.

Zu Beginn des Buches findet man sich richtig gut in die Rolle des Huhns rein. Sie sitzt in ihrem Käfig und ihr Leben dreht sich nur darum Eier zu legen, die ihr dann einfach weggenommen werden. Außerdem sieht sie durch die offene Stalltür den Hof und die freien Tiere draußen, doch sie muss in ihrem Käfig sitzen bleiben und kann nicht herumlaufen.
Wenn sie es dann schafft und in den Hof kommt, ist es besonders interessant die Charaktere der anderen Hoftiere mitzuerleben. Sie sind dominant, streitlustig oder zurückhaltend. Passend zur Rolle der Tiere auf dem Hof selbst wurde jedem ein eigener Charakter gegeben. Sehr schön!

Wenn Sprotte dann auf den Feldern lebt und das Ei ausbrütet wird es sehr spannend und gefühlvoll. Ich will nicht zu viel verraten deshalb sag ich nicht warum. Aber das Wiesel spielt natürlich ebenfalls eine große Rolle und ist ein Feind den man fürchten muss.
Sprotte ist ein sehr mitfühlendes und verständnisvolles Huhn, das hat mir besonders gut gefallen. Sie ist offen und freundlich aber genauso eine Kämpfernatur die niemals aufgibt!

Das Buch fand ich sehr schön! Es ist eine Geschichte über den Kampf um Freiheit und es wird sehr schön gezeigt, dass Sprotte nur weil sie "frei" ist und dem Stall entkommen ist, noch lange nicht so leben kann wie sie es sich erträumt hat. Sie muss arbeiten und kämpfen um zu bekommen was sie will.

Ich finde wir könnten uns alle eine Scheibe von Sprotte abschneiden!

Eine sehr schöne Fabel. Die Idee vom Huhn das nach Freiheit sucht und ein Ei ausbrüten will hat mir unglaublich gut gefallen und die Umsetzung war gut. Man findet durch die offene Sprache sehr gut ins Geschehen rein und kann sich sogar in die Tiere hineinversetzen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet was ebenzu dazu beiträgt dass man sie lieben und verstehen lernt obwohl es eben Tiere sind.

Deshalb von mir 5 von 5 Punkten und ein großes Herz weil die Geschichte mich tief berührt hat und nachdenklich gemacht hat <3

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