[Rezension] The Word for World is Forest

Hey Hi Hallo,

heute gibt es eine weitere Rezension von mir, da ich mich in letzter Zeit sehr viel mit dem Buch beschäftigt habe, dachte ich, warum nicht? Außerdem ist es ein sehr guter kurzer Science Fiction Roman.

"The Word for World is Forest" - Ursula K. Le Guin


Inhalt:
Als die Menschen den friedlichen Planeten Athshe einnehmen, der zu einem Großteil von Wald bedeckt ist, besteht ihr Plan daraus, den Wald zu fällen und diesen zur Erde zurück zu bringen, denn dort gibt es schon lange kein Holz mehr. Doch was als einfache Arbeit beginnt, wird den Menschen auf Athshe, oder New Tahiti wie sie es nennen, schnell zu viel. Deshalb beginnen sie die Einwohner des Planeten, die Athsheans, welche von den Menschen jedoch nur Creechies genannt werden, zu versklaven. Diese müssen ihnen helfen die Bäume ihres Planeten zu fällen, müssen nachts in engen Zwängern schlafen und werden allgemein misshandelt und misbraucht. 

      Doch für die Athsheans ist der Wald mehr als nur Holz, er ist Teil ihres Lebens und die Grausamkeit welche die Menschen ihnen gegenüber zeigen können sie nicht verstehen. Denn Athsheans kennen das Prinzip von Grausamkeit und Mord gegenüber anderen Athsheans nicht. 

      Schnell wird dem Leser klar, dass der Unterschied darin besteht, dass die Athsheans zwar erkennen dass die Menschen von der Erde zur selben Rasse wie sie gehören, die Menschen hingegen, können die Creechies nicht als Teil ihrer Rasse sehen. Denn die Creechies sind klein, von grünem Fell bedeckt, sprechen eine andere Spache, haben nachtaktive Augen und einen anderen Tag/Nacht-Rythmus als die Menschen. Doch die Situation auf Athshe kann nicht die selbe bleiben und Selver, einer der Athsheans, hat die Sprache der Menschen gelernt und versucht nun zu verstehen, was unternommen werden muss damit keine Bäume mehr gefällt und keine Athsheans mehr getötet werden. Doch wie weit werden die Athsheans gehen müssen?



Meine Meinung: 
Wow, die Zusammenfassung ist doch etwas länger ausgefallen als geplant, aber das liegt daran, dass obwohl die Grundidee hinter dem Buch die einer typischen kolonialisierten Gesellschaft die sich auflehnt ist, die Charaktere sehr tiefgründig und vielschichtig und faszinierend gestaltet sind. Außer den oben erwähnten Unterschieden zwischen den Menschen (Yumens) und den Athsheans (Creechies), gibt es einige weitere, auf die ich hier gar nicht näher eingehen möchte, nicht weil es ein großer Spoiler wäre, sondern weil sie doch etwas komplexer sind und deshalb einiges an Erklärung dafür nötig wäre. 

     Damit möchte ich allerdings nicht sagen, dass das Buch zu komplex oder kompliziert ist, denn wenn man es am lesen ist, erklärt sich das ganze einfach von selbst. Denn das Buch ist aus 3 Perspektiven geschrieben, einmal Selver, einer der Athsheans, Davidson, einer der Menschen der sehr feindlich gegenüber den Athsheans eingestellt ist und sie am liebsten alle töten würde und Lyubov, ein Mensch, aber ein Wissenschaftler der sich mit den Athsheans beschäftigt, ihre Sprache lernt und versucht ihr Leben und ihre Rituale zu verstehen. So bekommt der Leser 3 sehr unterschiedliche Perspektiven und kann sich in jede Seite und ihre Gefühle und Argumente hereinfinden. Das ist einer der Aspekte des Romans der mir am besten gefällt, denn erstens bekommt man so einen Einblick in alle Seiten und außerdem, habe ich immer das Gefühl ein Buch das ständig die Perspektive wechselt ist viel schnell zu lesen ... aber vielleicht ist das auch einfach nur eine persönilche Preferenz^^

    "The Word for World is Forest" ist ein sehr kurzer aber tiefgründiger und wichtiger Science Fiction Roman den ich wirklich jedem empfehlen würde weil es so schnell zu lesen ist und wirklich interessant ist. Das Buch ist nicht sehr einfach auf Deutsch zu finden leider ("Das Wort für Welt ist Wald") aber es ist wirklich einfach geschrieben, also wenn man möchte, schafft das auch jeder auf Englisch denke ich. (Meine Schwester, Englischlehrerin, hat es dieses Jahr mit einer achten oder neunten Klasse glaube ich gelesen und die hatten alle kein Problem mit dem Verständnis des Texts, es geht also wirklich (: )

      Ich könnte jetzt noch ewig weiter sprechen über dieses Buch, aber ich denke das wichtigste ist gesagt. Ich mag es besonders weil ich Ursula K Le Guin's Schreibstil und Ideen mag, weil ich die drei verschiedenen Perspektiven mag und weil ich die Idee und Repräsentation von einer typischen Colonial Narrative mag, so nach dem Motto "Ja wir haben das alles schon ein paar mal auf der Erde hinter uns und Rassismus auf der Erde existiert eigentlich nicht mehr, aber sobald wir einen neuen Planeten und eine neue Rasse finden geht das ganze wieder von vorne los und wir haben nicht aus unseren Fehlern gelernt..." ... denn seien wir mal ehrlich, es wäre vermutlich, traurigerweise, ganz genau so!

Also, sehr sehr sehr empfehlenswertes Buch, für mich war es jetzt das zweite mal, dass ich es gelesen habe und sobald ich mit dieser Rezension fertig bin, setze ich mich wieder an meine letzte Hausarbeit, denn diese schreibe ich über, ihr dürft mal raten ... The Word for World is Forest^^ Deshalb wie bereits erwähnt, ich beschäftige mich seit einiger Zeit Tag ein Tag aus mit diesem Buch und mit der passenden Sekundärliteratur dazu da dachte ich, wieso lasse ich euch nicht ein wenig daran Teil haben? xD


Da kommt mir die Frage in den Sinn, was sind denn ein paar eurer Lieblingsbücher die ihr für die Schule und/oder das Studium lesen musstet?
Bei mir wäre das tatsächlich eine ganze Liste, da ich durch das Englischstudium den ein oder anderen Autoren erst entdeckt habe :)



Ich hoffe ihr habt alle noch einen schönen restlichen Sonntag und einen sehr guten Start in die neue Woche.

Liebste Grüße,
Katharina

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