Donnerstag, 28. April 2016

[Rezension] Gathering Blue

Inhalt: 
In dieser "Fortsetzung" zu "The Giver" geht es um Kira, die in Dorf lebt. Zu Beginn des Buches lernt man die Gesellschaft von Dorf kennnen in welcher Kira nun leider keinen Platz mehr hat. Sie hat einen Verkrüppelten Fuß und kann deshalb nicht so harte Arbeit leisten wie die anderen Bewohner, was sie in Dorf zu einer Platzverschwendung macht.
Doch bevor die Bewohner sie im Wald den Monstern zum Fraß vorwerfen können wird sie von den Vorsitzenden des Dorfes angestellt um sich als Näherin um eine der wichtigsten Relikte des Dorfes zu kümmern. Allerdings geht es hier vermutlich um noch viel mehr, als ein wenig nähen ...


Meine Meinung:
Ich hatte Gathering Blue eine halbe Ewigkeit auf meinem SuB. Das erste mal hab ich "The Giver" im Oktober 2014 beendet und "Gathering Blue" ist direkt danach bei mir eingezogen. Aber dann hab ich das lesen irgendwie vor mir hergeschoben bis ich nochmal Zeit haben würde und dann war ich ... naja einfach raus. Diesen März hab ich dann "The Giver" für eine Hausarbeit nochmal gelesen und die nächsten zwei Teile direkt hintendran gehängt. Und ich habe es nicht bereut.

Ich bin sooo froh, dass ich das Buch endlich gelesen habe! "The Giver" habe ich beim zweiten mal ebenso wie beim ersten lesen geliebt und ebenso ging es mir mit "Gathering Blue". Zu Beginn des Buches ist alles ganz schön ungewohnt. Das Dorf in dem Kira lebt ist mehr oder weniger das genaue Gegenteil der Community aus "The Giver". Es ist sehr grob und schmutzig, Tod und Verlust sind überall und werden sehr offen behandelt, ganz anders als in der Community wo alles ja eher todgeschwiegen wurde.

Unser Hauptcharakter Kira war mir allerdings von anfang an sehr sympatisch. Sie ist ein starker Charakter, der sich nicht so schnell unterkriegen lässt und das trotz ihres verkrüppelten Beins, welches sie im Dorf zu einer klaren Außenseiterin macht. Allerdings hat sie auch ihre schwachen Momente in denen sie einfach nur Angst hat oder nicht weiß was sie tun soll. Das hat sie mir besonders sympatisch gemacht, da ich finde, dass es sie umso menschlicher macht. Sie ist nicht perfekt und dadurch wird sie nur umso stärker.

Wie immer bei Lois Lowry erwarten den Leser auch hier versteckte oder nicht so versteckte Kritik an der vorherrschenden Gesellschaftsform und das ein oder andere schockierende Geheimnis, welche im Laufe des Buches aufgedeckt werden und es dem Leser unmöglich machen nicht sofort Band 3 "Messenger" lesen zu wollen.

Alles in allem ist "Gathering Blue" eine sehr schöne "Fortsetzung" von "The Giver". Der Grund weshalb ich Fortsetzung in Anführungszeichen setze ist, dass es keine direkte Fortsetzung der Handlung von "The Giver" ist. Wir treffen keinen uns bekannten Charakter wieder und auf das Dorf ist und völlig fremd. Aber es ist klar, dass es in der selben Welt wie "The Giver" spielt und somit zeigt, dass es viele andere Gemeinschaften gibt, die überall verteilt leben und dass jede von ihnen vermutlich anders und auf ihre eigene Art fremd und kaputt ist.

Von mir bekam "Gathering Blue" wegen dem schwierigen Start 4 von 5 Punkten. Eine sehr schöne Geschichte mit einer tollen Protagonistin die Lust auf mehr macht :)

Liebste Grüße,
Katharina

1 Kommentar:

  1. Okay, das überzeugt mich jetzt wirklich, die Reihe bald mal weiterzulesen. Irgendwie schade, dass es eigentlich keine Fortsetzung ist, weil mich schon interessiert, was mit den Charakteren aus Band 1 passiert ist, aber dass die Gemeinschaft da noch mal anders ist, weckt mein Interesse dann doch wieder. Dafür bin ich zu neugierig :D
    Liebe Grüße,
    Jacqueline - die endlich lernen sollte, Reihen zu beenden

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