Dienstag, 8. März 2016

[Kurzrezi] Der Fluch der Spindel

Inhalt:
Zwei Königreiche, die durch ein riesiges Gebirge getrennt sind, das niemand überquert. Nur die Zwerge, die direkt durch den Berg hindurchgehen und so Waren aus dem Fernen Land zu ihrer Königin bringen.
Als diese drei Zwerge nun auf dem Weg sind um die besten Stoffe als Hochzeitsgeschenk für ihre Königin zu besorgen, erfahren sie, dass das Land hinter dem Berg von einem schrecklichen Fluch heimgesucht wird. Vor Jahrzehnten befiel dieser Fluch das Schloss und alle dazu gehörigen Menschen und Tiere. Alle fielen in tiefen Schlaf und niemand konnte zu ihnen vordringen, die Prinzessin im obersten Turm wachküssen und so den Fluch brechen.
Doch nun beginnt sich der Fluch auszuweiten. Gegenden in größerer Enfernung zum Schloss wurden davon gefallen und bald wird der Fluch das Gebirge erreichen.
Die drei Zwerge fliehen zurück zu ihrer Königin und erzählen ihr, was sie erfahren haben. Diese sieht es nun als ihre Pflicht an, den Fluch zu brechen und das benachbarte Königreich zu befreien. Denn immerhin hat sie selbst ein ganzes Jahr lang unter einem Fluch geschlafen, wenn sie es nicht schafft wach zu bleiben, wer dann?

Meine Meinung:
In diesem Märchen verarbeitet Neil Gaiman den Stoff zweier uns allen bekannter Märchen "Schneewittchen" und "Dornröschen". Von Anfang an ist klar, dass es sich dabei keineswegs um die Geschichten handelt mit denen wir aufgewachsen sind. Das ganze ist verworrener, düsterer und auf gewisse Weise noch magischer.

Im Verlauf der Geschichte eröffnen sich dem Leser neue Perspektiven auf altbekannte Geschichten und da Neil Gaiman dieses Buch für seine Töchter geschrieben hat, bleibt die belehrende Funktion auch hier nicht aus. Nur fällt sie diesmal vielleicht etwas anders aus als "Trauen keinen fremden alten Frauen" und ob es ein "Und sie Lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage gibt" ... naja, das müsst ihr selbst herausfinden...


Ich war begeistert von dieser neuen Sicht auf alte Märchen. Als ich anfing die Geschichte zu lesen dachte ich es sei ein hübsches kleines Märchen für zwischendurch und das war es auch, aber es war auch so viel mehr als das, denn das was Neil Gaiman seinen Töchtern hier mitgeben will, spricht denke ich uns alle an. Ich fands super!

Außerdem sind die Illustrationen von Chris Riddell einfach wunderschön :) Sie sind schlicht und detailliert zugleich. Das meiste ist in Schwarz und Weiß gehalten doch hin und wieder setzt er goldene Highlights. Einfach wunderschön und sie ergänzen das Märchen perfekt.

Alles in allem definitiv einen zweiten Blick wert ;) Das ganze ist für ein Märchen zwar etwas teuer, vorallem als Hardcover aber es ist ja auch nicht verloren... dieses Buch ist etwas was man noch seinen Kindern und Enkeln vorlesen und vorallem auch zeigen kann :)
Deshalb definitiv 5 von 5 Sternen für wundervolle Story, Ausführung und Illustationen
  
Liebste Grüße,
Katharina
 

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