Donnerstag, 3. Dezember 2015

[Rezension] Smoke

Inhalt:
Das Buch ist aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Einmal, wie schon im ersten Teil "Burned" aus der Sicht von Pattyn van Stratten, und außerdem aus der Sicht ihrer jüngeren Schwester Jackie.

Nachdem am Ende von "Burned" die Hölle los war, müssen die zwei Mädchen versuchen, mit den Folgen zurecht zu kommen.
Pattyn begibt sich auf eine Reise, mit der Mission, einmal das Meer zu sehen bevor ihr Leben so wie sie es kennt ein Ende nimmt, denn davor fürchtet sie sich sehr. Außerdem hat sie den Tod von Ethan noch nicht verkraftet und weiß nicht, wie sie jemals wieder glücklich werden soll. Als sie dann auf ihrer Reise richtung San Francisco ein Mädchen trifft und diesem hilft sich gegen einen Angreifer zu werden, nimmt das Mädchen, Ariana, Pattyn mit zu sich nach Hause. Plötzlich befindet sich Pattyn in der Gesellschaft illegaler mexikanischer Einwanderer, die versuchen ihre Familie und ihr Leben aufrecht zu erhalten. Und obwohl es ihr anders beigebracht wurde, kann sie kein Mistrauen empfinden, sondern fühlt sich willkommen, wenn auch fehl am Platz. Nach einiger Zeit vermittelt Ariana's Bruder, Angel, Pattyn einen Job als Haushälterin bei seinem Boss. So kann sie Geld verdienen und ist nicht allein. Doch der Job gestaltet sich nicht so einfach wie es scheint und vorallem die älteste Tochter der Familie, scheint einges hinter den Ohren zu haben und könnte zur Gefahr für alle um sie herum werden.

Währenddessen ist Jackie weiterhin in ihrer mormonischen Gemeinde gefangen in welcher alles was unschön ist verschwiegen wird. Allen voran ist dabei ihre Mutter, die nicht darüber sprechen möchte was ihrer Familie geschehen ist und erstrecht nicht, was Jackie geschehen ist. Immerhin hatte sie diesen netten Jungen doch mit auf ihr Zimmer genommen, also war doch eigentlich alles ihre Schuld oder? Während Jackie versucht damit zurecht zu kommen, dass ihre Mutter sich nicht für sie einsetzten wird, findet sie einen unerwarteten Fürsprecher und für kurze Zeit wirkt es so, als könnte tatsächlich alles gut werden.


Meine Meinung:
Die Inhaltsbeschreibung ist diesmal etwas länger ausgefallen, das tut mir leid, aber dennoch habe ich kaum was verraten denn in "Smoke" legt Ellen Hopkins nochmal so richtig los.

Nachdem ich "Burned" (Teil 1) vor ca 2 Jahren beendet hatte, hatte ich immer Angst weiter zu lesen. Das Ende des ersten Teils war so richtig grausam. Zuerst schildert Ellen Hopkins wie schlecht es Pattyn in der mormonischen Gemeinde und vorallem in ihrer Familie geht, dann wird ihr geholfen, sie findet Menschen die sich um sie kümmern und erfährt sogar wie es ist geliebt zu werden undzwar ganz uneigennützig. Und dann wird ihr einfach alles entrissen, unwiederruflich weggenommen und ... es ist einfach so unglaublich traurig und hoffnungslos und gemein. Das Ende hat mich damals also etwas verstört zurückgelassen aber nachdem ich mich damit abgefunden hatte, hatte ich einfach nur Angst vor "Smoke" weil ich dachte: "Was wenn es Pattyn da noch schlechter ergeht als schon in "Burned"? o.O"

Aber, letztendlich, musste ich es dann doch lesen und zusätzlich zu Pattyns Schicksal, kam auch noch das von Jackie dazu. Sie kennt man bereits aus "Burned" doch nun erfährt man viel neues über sie und das macht die ganze Geschichte noch trauriger.
Ich meinte damit jetzt nicht traurig im Sinne von man will einfach nur noch weinen, sondern eher so, dass beide Mädchen einiges durchgemacht haben und man sich dabei so hilflos fühlt, weil man einfach nur will, dass sie jemand in den Arm nimmt, mit ihnen spricht und dass sie sich verstanden und besser fühlen ... eben hilflos traurig ...

Dadurch, dass man abwechselnd Pattyns und Jackies Erlebnisse liest, bleibt die Geschichte sehr sehr spannend.
Während dem Lesen dachte ich immer wieder "Okay du liest jetzt noch einmal von Pattyn und einmal von Jackie, dann legst du das Buch rüber!" Aber nichts da :D Nachdem man von der einen Schwester gelesen hat will man natürlich wissen, wie es der anderen inzwischen geht und so weiter und so fort.

Das Buch hat emotional seine Höhen und Tiefen. Zum Schluss ging es nochmal richtig zur Sache und zweiwese dachte ich ich halts nicht mehr aus und muss die letzten Seiten sofort lesen. Es war unglaublich Spannend!

Den Schreibstil in freiem Vers kann ich wie immer nur loben :)
"Burned" war zwar nicht eins meiner Lieblinge von Ellen Hopkins, obwohl mir die Story sehr gut gefiel und Pattyn mir auch sehr sympatisch war, gibt es einfach andere Bücher von ihr die mir besser gefallen. "Smoke" hingegen hat es definitiv in meine Top Ellen Hopkins Bücher geschafft.( Zusammen mit "Impulse", "Crank" und "Tricks" <3) Eine unglaublich fesselnde und schöne Geschichte und ich bin froh, sie endlich gelesen zu haben.

Alles in allem Bekommt "Smoke" deshalb von mir 5 von 5 Punkten
(ursprünglich wollte ich 4 geben, habe jetzt aber 10 Minuten drüber nachgedacht und mir fällt beim besten Willen nichts ein was mich so gestört hätte also ...:D )


Euch allen noch einen schönen Donnerstag :)
Liebste Grüße,
Katharina

1 Kommentar:

  1. Huhu:)
    Schöne Rezi, hab den ersten Band auf meine WuLi gesetzt:D Ich veranstalte momentan ein Gewinnspiel zum ersten Bloggergeburtstag, vielleicht hast du ja Lust teilzunehmen:)

    http://bookpandasbookobsession.blogspot.de/2015/12/gewinnspiel-1-jahr-book-obsession.html

    Liebste Grüße
    Natalie

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